350 Jahre sind es her, seit Junker Josua Grebel, Bürger der Stadt Zürich und Eigentümer des Hauses "Schönegg" in Erlenbach (Schulhausstrasse 48) zur Bereicherung seines Landsitzes den weitherum sichtbaren Rebturm erstellen liess. Als Standort wählte er einen der schönsten Punkte auf seinem Grundstück: die höchste Erhebung auf der Hangkante über dem grossen Rebberg. Das Rebhaus war aber alles andere als nur ein Ökonomiegebäude, es diente ebenso sehr Repräsentationszwecken und wurde daher in späteren Kaufbriefen stets als "Turm oder Lusthaus" bezeichnet. Hier konnte der Besitzer seine Gäste mit der einzigartigen Fernsicht über den See und in die Alpen überraschen. Die heutigen Bewohner der Gemeinde sind sich kaum bewusst, dass sich der Turm an der einzigen Stelle im Dorf befindet, wo man rundum - und einst noch unbehindert durch hohe Bäume und Häuser - das gesamte Gemeindegebiet mit Ausnahme der Allmend (oberhalb des Lerchenbergs) und der Wälder oben im Erlenbacher Holz überblicken kann. Diese bevorzugte Lage und die massive Bauart mit dem spitzen Turmhelm liess bald einmal die Vermutung aufkommen, dass der harmlose Rebturm in Notlagen auch als Wachtturm diente.
Im Jahr 1924 wechselte der seit 1814 zum Erlengut gehörende Rebturm das zweitletzte Mal die Hand. Er gelangte an die Auslandschweizerfamilie Kupper. Etwas vom Turm abgesetzt wuchs nun schnell ein mit viel Einfühlungsvermögen geplantes Sommerhaus mit grossem Walmdach empor. Es entstand das "Turmgut". Bald schon wurde vergessen, dass der Rebturm einst allein über dem steilen Hang thronte. Es erschienen in den einschlägigen Zeitschriften lobende Berichte über diesen Neubau und im "Kunstführer durch die Schweiz" wird heute das "mit dem Rebturm verbundene neuklassizistische Landhaus" ebenfalls gewürdigt. Haus und Turm bildeten nach Ansicht der Fachwelt eine Einheit von grossem kunsthistorischem Wert, was zur Folge hatte, dass das "Ensemble" als überkommunales Schutzobjekt eingestuft und vom Kanton unter Schutz gestellt wurde.
350 Jahre sind es her, seit Junker Josua Grebel, Bürger der Stadt Zürich und Eigentümer des Hauses "Schönegg" in Erlenbach (Schulhausstrasse 48) zur Bereicherung seines Landsitzes den weitherum sichtbaren Rebturm erstellen liess. Als Standort wählte er einen der schönsten Punkte auf seinem Grundstück: die höchste Erhebung auf der Hangkante über dem grossen Rebberg. Das Rebhaus war aber alles andere als nur ein Ökonomiegebäude, es diente ebenso sehr Repräsentationszwecken und wurde daher in späteren Kaufbriefen stets als "Turm oder Lusthaus" bezeichnet. Hier konnte der Besitzer seine Gäste mit der einzigartigen Fernsicht über den See und in die Alpen überraschen. Die heutigen Bewohner der Gemeinde sind sich kaum bewusst, dass sich der Turm an der einzigen Stelle im Dorf befindet, wo man rundum - und einst noch unbehindert durch hohe Bäume und Häuser - das gesamte Gemeindegebiet mit Ausnahme der Allmend (oberhalb des Lerchenbergs) und der Wälder oben im Erlenbacher Holz überblicken kann. Diese bevorzugte Lage und die massive Bauart mit dem spitzen Turmhelm liess bald einmal die Vermutung aufkommen, dass der harmlose Rebturm in Notlagen auch als Wachtturm diente.
Im Jahr 1924 wechselte der seit 1814 zum Erlengut gehörende Rebturm das zweitletzte Mal die Hand. Er gelangte an die Auslandschweizerfamilie Kupper. Etwas vom Turm abgesetzt wuchs nun schnell ein mit viel Einfühlungsvermögen geplantes Sommerhaus mit grossem Walmdach empor. Es entstand das "Turmgut". Bald schon wurde vergessen, dass der Rebturm einst allein über dem steilen Hang thronte. Es erschienen in den einschlägigen Zeitschriften lobende Berichte über diesen Neubau und im "Kunstführer durch die Schweiz" wird heute das "mit dem Rebturm verbundene neuklassizistische Landhaus" ebenfalls gewürdigt. Haus und Turm bildeten nach Ansicht der Fachwelt eine Einheit von grossem kunsthistorischem Wert, was zur Folge hatte, dass das "Ensemble" als überkommunales Schutzobjekt eingestuft und vom Kanton unter Schutz gestellt wurde.